VII. Studierenden- und Promovierendenkongress

Im Rahmen des DGPhil-Kongresses 2021 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) findet am 9. September 2021 der VII. Studierenden- und Promovierendenkongress für Philosophie statt. Der Kongress ermöglicht Studierenden und Promovierenden, eigene Projekte, aktuelle Forschung und philosophische Ideen zu präsentieren. Präsentationen können in englischer oder deutscher Sprache gehalten werden und sollten circa 15 bis 20 Minuten in Anspruch nehmen. Im Anschluss findet eine Diskussion des Vortrages statt.

Darüber hinaus bietet ein Workshop Vorträge von Expert*innen, die häufige Hürden und Hindernisse beim Verfassen einer Promotion thematisieren. So wird nicht nur ein fruchtbarer philosophischer Austausch, sondern auch eine offene Diskussion über persönliche und gesellschaftliche Schwierigkeiten des Promovierens möglich.

Studierende und Promovierende sind eingeladen, bis zum 03.01.2020 einen Entwurf für einen 15- bis 20-minütigen Vortrag über das Registrierungstool einzureichen. Einreichungen sollten einen (vorläufigen) Titel, ein Abstract von nicht mehr als 350 Wörtern und eine Liste von drei Schlagwörtern beinhalten. Die Beiträge können auch für die Hauptkonferenz eingereicht werden. Die Einreichungen werden von Studierenden der Bundesfachschaftentagung Philosophie e.V. (BuFaTa) und dem Organisationsteam vor Ort begutachtet.

Auch Studierende und Promovierende, die keinen Vortrag halten möchten, sind herzlich eingeladen, an der Konferenz teilzunehmen. In diesem Fall bitten wir um eine Registrierung bis zum 05.07.2021.

Fragen zum Kongress können an Dorothee Bleisch gestellt werden.

Organisatoren
Bundesfachschaftentagung Philosophie e.V. (BuFaTa), Alexander Belak, Dorothee Bleisch, Sebastian Schmidt, Konstantin Weber

Registrierung und Bewerbung
Registrierungstool

Workshop: Qualitätssicherung der Promotion und Karrierewege in der Wissenschaft
7.1 Reasons Factualism and Internalist Intuitions
7.2 Delusions Are Responsive To Reason
7.3 Fairness versus Genauigkeit? Wertekonflikte im Umgang mit Entscheidungsalgorithmen
7.4 Conceptualizing Disease – Antithetical Aims
7.5 Die globale Infragestellung des liberalen Rechts: Zu einer Politisierung des Rechtsbegriffs anhand einer biopolitischen Konzeption des Demos
7.6 Sprechen ist wie ein Schlag auf den Kopf
7.7 On How Hermeneutical Injustice May Undermine Self-Respect
7.8 Epistemic normativity naturalized: towards an evolutionary expressivist account

Workshop: Qualitätssicherung der Promotion und Karrierewege in der Wissenschaft

Donnerstag, 09.09.2021  |  16:30 – 18:00  |  Seminargebäude der Philosophischen Fakultät, Bismarckstraße 1, Raum A401

Dr. Fabian Lausen (Wissenschaftsrat Köln)

Dr. Fabian Lausen vom (deutschen) Wissenschaftsrat wird uns einen Einblick in mögliche Karrierewege nach der Promotion geben und mit uns über Qualitätssicherungsaspekte in der Promotion sprechen.

7.1 Reasons Factualism and Internalist Intuitions

Donnerstag, 09.09.2021  |  09:15 – 09:45  |  Seminargebäude der Philosophischen Fakultät, Bismarckstraße 1, Raum A401

Inken Titz (LMU München)

Reality favors certain ways of acting and believing. This position finds an expression in the view that normative reasons are facts. However, while the basic realist picture is broadly uncontested, reasons factualism is facing difficulties. A few theories tackle these difficulties by paying special attention to the role of seemings. I argue that they don’t achieve their goal of pairing reasons factualism with internalist intuitions. As a modest alternative I defend the idea that evidence for p provides reasons for q given p is (if true) a reason for q.

7.2 Delusions Are Responsive To Reason

Donnerstag, 09.09.2021  |  09:45 – 10:15  |  Seminargebäude der Philosophischen Fakultät, Bismarckstraße 1, Raum A401

Marie van Loon (Zürich)

Delusions are often taken to be paradigmatic cases of belief for which subjects are not responsible. This idea motivates the thought that, in spite of beliefs not being under direct voluntary control, we should differentiate between beliefs for which we are responsible and beliefs for which we are not responsible. Prima facie, this idea seems more than fair. Yet, philosophers of psychiatry have urged that it is in fact important to be able to hold individuals with mental illnesses responsible for their behaviour. In this talk, I will show that a dominant theory of doxastic responsonsibility, Epistemic Reasons-Responsiveness, is able to respond to the experts’ call.

7.3 Fairness versus Genauigkeit? Wertekonflikte im Umgang mit Entscheidungsalgorithmen

Donnerstag, 09.09.2021  |  11:00 – 11:30  |  Seminargebäude der Philosophischen Fakultät, Bismarckstraße 1, Raum A401

Jannik Zeiser (Hannover)

Computer unterstützen uns Menschen zunehmend in Entscheidungen: vom Online-Shopping bis zu Gerichtsverhandlungen. Mitunter sind diese Systeme zwar vorhersagemächtig, benachteiligen einige Menschen aber in unfairer Weise. Sind wir dennoch epistemisch darin gerechtfertigt, Überzeugungen auf den Empfehlungen solcher Maschinen zu basieren? Ich stelle Argumente vor, die Gründe geben, dies anzuzweifeln.

7.4 Conceptualizing Disease – Antithetical Aims

Donnerstag, 09.09.2021  |  11:30 – 12:00  |  Seminargebäude der Philosophischen Fakultät, Bismarckstraße 1, Raum A401

Jakob Eichler (HU Berlin)

There are two aims in our conceptual analysis of disease: a concept of disease should cover paradigmatic cases and it should allow for non-arbitrary decisions in rather controversial cases. Tragically these two aims are antithetical in nature – we can’t meet both. In most of my talk I will motivate this claim. In the little that is left, I discuss how we should proceed.

7.5 Die globale Infragestellung des liberalen Rechts: Zu einer Politisierung des Rechtsbegriffs anhand einer biopolitischen Konzeption des Demos

Donnerstag, 09.09.2021  |  14:00 – 14:30  |  Seminargebäude der Philosophischen Fakultät, Bismarckstraße 1, Raum A401

Simon Faets (HfPh München)

Der Liberalismus begründet die Legitimität des Rechts im Rekurs auf die Volkssouveränität. Dabei wird das Volk ausgehend vom Nationalstaat verstanden. Die Repräsentation des Volkes durch das Recht erfordert dessen begriffliche Bestimmung durch eine territoriale Begrenzung. Damit produziert der Liberalismus jedoch neue Ausschlüsse aus dem Recht. Denn die wachsende Anzahl der Menschen, die infolge der Globalisierung ihren Rechtsstatus und ihre Staatsbürgerschaft verloren haben, wird durch diesen nationalstaatlich konzeptualisierten Repräsentationsbegriff verfehlt. Um das Volk global zu begreifen setzt die Perspektive der Biopolitik demgegenüber am politischen Widerstand derer an, die aus den nationalen Rechtsordnungen ausgeschlossen sind.

7.6 Sprechen ist wie ein Schlag auf den Kopf

Donnerstag, 09.09.2021  |  14:30 – 15:00  |  Seminargebäude der Philosophischen Fakultät, Bismarckstraße 1, Raum A401

Daniel Höft (PH Ludwigsburg)

Äußerungen dienen bestimmten Zwecken. Aber das ist – so die verbreitete Auffassung – nicht die Bedeutung oder der Gehalt der Äußerungen. Eine sprachliche Handlung zu verstehen, hieße demnach mehr als nur ihren Zweck zu kennen. Unterscheidet sich aber eine sprachliche Handlung zu verstehen tatsächlich in dieser Weise davon, eine nicht-sprachliche Handlung zu verstehen? Ist Sprechen nicht vielmehr wie ein Schlag auf den Kopf?

7.7 On How Hermeneutical Injustice May Undermine Self-Respect

Donnerstag, 09.09.2021  |  15:15 – 15:45  |  Seminargebäude der Philosophischen Fakultät, Bismarckstraße 1, Raum A401

Agnes Striegan (LMU München)

A thus far untheorized harm of hermeneutical injustice is that it can undermine the self-respect of those affected by it. Hermeneutical injustice may cause one doubt in one’s moral rights; it may hinder one from acting upon one’s moral rights; and it may disturb one’s emotional reaction toward oneself. This can be seen in stories of gay youth struggling to accept themselves when provided with only homophobic conceptions of their sexuality.

7.8 Epistemic normativity naturalized: towards an evolutionary expressivist account

Donnerstag, 09.09.2021  |  15:45 – 16:15  |  Seminargebäude der Philosophischen Fakultät, Bismarckstraße 1, Raum A401

Basil Müller (Zürich)

How should we, as naturalists, make sense of the fact(s) that i) beliefs have a standard of correctness and ii) we take epistemic norms to be categorical? Here I outline an account that is both evolutionary and expressivist. It is evolutionary in its focus on the function of beliefs and in adopting insights from the evolution of morality. I then outline how these considerations lead to an expressivist account of epistemic normativity.

Letzte Aktualisierung:

Menü