DGPhil und Verbände

Im Rahmen des DGPhil-Kongresses 2020 finden neben der Mitgliederversammlung der DGPhil auch zahlreichen Treffen der DGPhil-Arbeitsgruppen sowie verschiedene Verbandstreffen statt. Die Treffen der Arbeitsgruppen und der Verbände finden vormittags parallel zu den Kolloquien statt.

DGPhil-Mitgliederversammlung
AG Frauen in der Geschichte der Philosophie
AG Philosophische Editionen
AG Wirtschaftsphilosophie und Ethik
Fachinformationsdienst Philosophie (FID)
FAG Philosophie in globaler Perspektive
IAPh Internationale Assoziation von Philosophinnen e.V.
SWIP Germany e.V.
MAP – Minderheiten und Philosophie
x_SWIP Germany e.V. ((ALT))
x_AG Asiatische Philosophie
x_AG Didaktik der Philosophie und Ethik
x_AG Politische Philosophie und Theorie
x_AG Rechtsphilosophie
x_IAPh Workshop

DGPhil-Mitgliederversammlung

Mittwoch, 09.09.2020 | 18:00 – 20:30 | Gebäude, Raum

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Philosophie e.V. (DGPhil) ist das höchste beschließende Organ des Vereins. Sie tritt alle drei Jahre mit dem Kongress zu ihren ordentlichen Sitzungen zusammen. Ihre Aufgabe ist die Wahl des Vorstandes (Präsident/in, Geschäftsführer/in, Schatzmeister/in) sowie der Beisitzenden, die zusammen mit dem Vorstand den Erweiterten Vorstand bilden. Die zahlreiche Teilnahme der beim Kongress anwesenden DGPhil-Mitglieder ist erbeten.

Hier finden Sie die Satzung der DGPhil.

Erweiterter Vorstand der DGPhil

  • Henning Franzen (Vertreter der Lehrerinnen und Lehrer)
  • Prof. Dr. Günter Fröhlich (Vertreter der Privatdozent*innen und apl. Professor*innen; Stellvertreter: PD Dr. Burkhard Nonnenmacher)
  • Prof. Dr. Gerald Hartung (Vertreter der AG Philosophische Editionen)
  • Dr. Daniel Kersting (Vertreter des Mittelbaus; Stellvertreter: PD Dr. Christoph Henning)
  • Prof. Dr. Maria-Sibylla Lotter (Vertreterin der Professor*innen in Deutschland)
  • Prof. Dr. Catrin Misselhorn (Vertreterin der Professor*innen in Deutschland)
  • Prof. Dr. Elif Özmen (Vertreterin der Professor*innen in Deutschland)
  • Prof. Dr. Michaela Rehm (Vertreterin der Professor*innen in Deutschland)
  • Prof. Dr. Ursula Renz (Vertreterin der Professor*innen in Österreich)
  • Prof. Dr. Jan Slaby (Vertreter der Professor*innen in Deutschland)
  • Sophie Trautmann (Vertreterin der Studierenden; Stellvertreterin: Julia Schweers)
  • Prof. Dr. Markus Wild (Vertreter der Professor*innen in der Schweiz)

Weiterführende Informationen

Website der DGPhil

Weiterführende Informationen

Website der DGPhil

AG Frauen in der Geschichte der Philosophie

Montag, 07.09.2020  |  09:00 – 11:00  |  Gebäude, Raum

Mit dieser Arbeitsgruppe soll im Rahmen der Deutschen Gesellschaft für Philosophie ein Ort des Austausches und der Information zur Geschichte der Philosophinnen geschaffen werden. Hier wollen wir gemeinsam Themen und Veranstaltungen planen, um dieses Wissen dem interessierten Fachpublikum zugänglich zu machen und auch für den Schulunterricht aufzubereiten.

Die Erforschung der Geschichte der Philosophinnen ist heute international etabliert und hat sich in den letzten dreißig Jahren zu einem wichtigen Bereich der kritischen Philosophiegeschichtsforschung entwickelt. Diesen Veränderungen will die Arbeitsgemeinschaft durch Workshops und Publikationen Rechnung tragen.

Hierzu wird es Impulsvorträge (circa 15 Minuten) geben:

Ruth Hagengruber (Paderborn)
Einführung: Eine kritische Revision des Kanons
2600 Jahre Geschichte der Philosophinnen in der westlichen Philosophie

Sabrina Ebbersmeyer (Kopenhagen)
Feminismus als Herausforderungen für die Historiographie der Philosophie in Renaissance und Früher Neuzeit

Katrin Wille (Hildesheim)
Pragmatistinnen und ihre Themen im historischen Kontext

Im Anschluss daran geht es um Vernetzung und Kooperationen.
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme und neue Ideen.

Kontakt

Prof. Dr. Ruth Hagengruber (Paderborn)
ruth.hagengruber@uni-paderborn.de

Weiterführende Informationen

Website der Arbeitsgemeinschaft bei der DGPhil

AG Philosophische Editionen

Die Arbeitsgemeinschaft philosophische Editionen (AGphE) ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen in der philosophischen Forschung, die sich mit der Editionspraxis und mit editionswissenschaftlichen Fragen beschäftigen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1973 hat sich die AGphE auch als Forum verstanden, auf dem Fragen der Forschungsmethoden in der Editionspraxis, der Nutzung sich entwickelnder technischer Möglichkeiten wie auch der Förderung und Institutionalisierung von Editionsprojekten diskutiert werden.

Die Aufgaben der AGphE sind dementsprechend vielfältig. Zu ihren operativen Zielen gehört, das Gespräch mit anderen Disziplinen (beispielsweise den Philologien, den historischen Fachdisziplinen) zu intensivieren und den Kontakt mit der Editions- und Dokumentwissenschaft auszubauen. Hierzu zählt auch, durch das konzeptionelle Mitwirken in editionswissenschaftlichen Studiengängen, durch den Aufbau attraktiver Förderungsmaßnahmen (Einzelprojekte und Verbundprojekte wie beispielsweise Graduiertenkollegs und Forschergruppen) den wissenschaftlichen Nachwuchs mit der Editionspraxis und ihrer theoretischen Reflexion vertraut zu machen.

Dienstag, 08.09.2020 | 09:00 – 12:00 | Gebäude, Raum

Die philosophischen Editionen vor ihrer Zukunft

Wie wollen wir in Zukunft philosophische Dokumente edieren? Die Zunahme von Optionen hat unser Geschäft in den letzten Jahrzehnten nicht einfacher gemacht, zumal sich auch die Anforderungen der Forschungsförderung durch die DFG und andere Institutionen verändert haben und auch die Rolle der Wissenschaftsverlage einem Wandel unterliegt. Ganz zu schweigen von den sich ändernden Lesegewohnheiten. Trotz aller Veränderungen bleibt für uns die Aufgabe, gute Arbeit zu leisten, das heißt anspruchsvolle und ansprechende Textgrundlagen für die philosophische Forschung zu liefern. Was aber sind die Standards der Editionsarbeit im Bereich der Philosophie, was sind innovative Editionsvorhaben, die uns einen Hinweis geben können, welchen Weg wir beschreiten sollten? Wir möchten mit Ihnen gemeinsam über die Zukunft philosophischer Editionen nachdenken.

Kontakt

Prof. Dr. Gerald Hartung (Wuppertal)
hartung@uni-wuppertal.de

Dr. Jörn Bohr (Wuppertal)
jbohr@uni-wuppertal.de

Weiterführende Informationen

Website der AGphE bei der DGPhil

AG Wirtschaftsphilosophie und Ethik

Mittwoch, 09.09.2020  |  09:00 – 10:00  |  Gebäude, Raum

Die Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaftsphilosophie und Ethik ist ein Forum für die wissenschaftliche und aktuelle Forschung und Diskussion der Wirtschaftsphilosophie und Wirtschaftsethik der DGPhil. Sie dient der Analyse und Diskussion für alle Probleme der Wirtschaftsphilosophie sowie Wirtschafts- und Unternehmensethik. Sie unterstützt die Rolle der systematischen Philosophie und philosophischen Ethik in der Grundlegung der Wirtschafts- und Unternehmensphilosophie und ihrer Vermittlung in die wirtschaftliche Praxis.

Das diesjährige Treffen der AG Wirtschaftsphilosophie und Ethik im Rahmen des DGPhil-Kongresses ergänzt die Fachvorträge der Sektion Wirtschaftsphilosophie und fungiert gleichzeitig als Jahrestreffen der Mitglieder der AG. Interessent*innen und Gäste sind willkommen und eingeladen, am Treffen teilzunehmen.

Kontakt

Prof. Dr. Ludger Heidbrink (Kiel)
heidbrink@philsem.uni-kiel.de

Prof. Dr. Dr. Peter Seele (Lugano)
peter.seele@usi.ch

Weiterführende Informationen
Website der Arbeitsgemeinschaft bei der DGPhil

Fachinformationsdienst Philosophie (FID)

Mittwoch, 09.09.2020  |  09:00 – 12:00  |  Gebäude, Raum

Der Fachinformationsdienst (FID) Philosophie ist ein seit Mai 2018 laufendes Projekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und von der Universitäts- und Stadtbibliothek (USB) Köln in Kooperation mit dem dortigen Philosophischen Seminar (über das Thomas-Institut) und dem Cologne Center for eHumanities (CCeH) betreut wird.

Der FID Philosophie tritt an die Stelle des ehemaligen Sondersammelgebiets Philosophie, das von 1949 bis 2013 in der Zuständigkeit der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg lag. Doch im Gegensatz zu diesem folgt der FID Philosophie nicht mehr dem Prinzip des vollständigen Sammelns, sondern soll vorrangig für den wissenschaftlichen Spitzenbedarf standortunabhängige und möglichst direkte Zugangsmöglichkeiten zu spezieller Fachliteratur sowie forschungsrelevanten Informationen bereitstellen. Dabei hat der FID Philosophie selbstverständlich den Anspruch, das ganze Spektrum der Philosophie sowohl in historischer als auch in systematischer Hinsicht abzudecken.

Durch die Kombination von fachlicher, bibliothekarischer und informationstechnischer Expertise am Standort Köln wird der FID Philosophie dieser Kernaufgabe gerecht, indem er vor allem

  1. in enger Rückkoppelung mit den Vertretern der Fachcommunity kostenpflichtige Primär- und Sekundärliteratur aus dem In- und Ausland erwirbt und überregional bereitstellt (im Interesse des schnelleren Zugriffs und der umfassenderen Nutzungsmöglichkeiten fokussiert die Erwerbungskomponente des FID Philosophie den Bereich der e-Medien);
  2. gemeinfreie Fachliteratur, insbesondere Werkausgaben bzw. Editionen (in Zusammenarbeit mit der AGphE), die noch nicht in elektronischer Form vorliegen, retrospektiv digitalisiert und zur wissenschaftlichen Nachnutzung zugänglich macht;
  3. einen zentralen und strukturierten Zugriff auf bereits frei im Internet verfügbaren und relevanten Forschungsressourcen bietet; und dafür
  4. ein auf modernen Techniken beruhendes Recherche-Portal einrichtet, das als Discovery-Index alle vom FID Philosophie angebotenen Dienste und integrierten Datenquellen unter einer einheitlichen und benutzerfreundlichen Weboberfläche zusammenführt.

Bei der Umsetzung dieses Arbeitsprogramms und der Entwicklung weiterer, innovativer Dienstleistungen werden sich die Interessen und Bedürfnisse der deutschsprachigen Philosophieforschung durch den intensiven Einbezug der Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil) sowie der Gesellschaft für analytische Philosophie (GAP) als wissenschaftliche Partner und »Resonanzräume« widerspiegeln.

Im Rahmen des diesjährigen DGPhil-Kongresses möchten wir aber deren Mitglieder näher kennenlernen und alle Interessierten daher ganz herzlich zum oben genannten Treffen einladen, damit wir ihnen das FID Philosophie, dessen bisherigen Entwicklungen und weitere Zielsetzungen persönlich und ausführlich vorstellen können, um gleich im Anschluss daran ins direkte Gespräch zu ihren Bedarfen und Erwartungen zu kommen.

Kontakt

Dr. Maxime Mauriège
mauriege@ub.uni-koeln.de

Weiterführende Informationen
Website des FID

FAG Philosophie in globaler Perspektive

Montag, 07.09.2020 | 09:00 – 12:00 | Gebäude, Raum

Die Prozesse der Globalisierung rücken nicht nur unsere Gegenwart, sondern auch unsere Geschichte zunehmend in ein verändertes Licht. Damit stehen auch die Geisteswissenschaften mehr denn je unter Druck, ihre Perspektiven und Forschungsthemen mit dem Prozess der Globalisierung zu verbinden. Mehr noch, es besteht die sachliche Notwendigkeit, unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Horizont umfassender Globalisierung neu zu befragen und zu konzipieren. Gerade die Philosophie muss sich diesen Herausforderungen kritisch und innovativ stellen.

Die Kernaufgabe der Arbeitsgemeinschaft »Philosophie in globaler Perspektive« besteht darin, aktuelle relevante Veränderungen der Denklandschaft zu reflektieren, welche sich auch in einem neuen Bild der globalen Philosophiegeschichte niederschlagen.

Programm

09:00 – 09:30  |  Peter Adamson  History of Philosophy

09:30 – 10:00  |  Rolf Elberfeld  Vorstellung des Koselleck-Projekts »Geschichte der Philosophie in globaler Perspektive«

10:00 – 10:30  |  Anke von Kügelgen  Zur Konzeption des »Ueberwegs« für die Philosophie in der islamischen Welt der Moderne

10:30 – 11:00  |  Hans Schelkshorn  Philosophie als globaler Diskurs über die Moderne/n

11:00 – 11:30  |  Jens Schlieter  Bioethik als globaler Diskurs über kulturelle Grundlagen ethischer Begründung

11:30 – 12:00  |  Zum aktuellen Stand der Befassung mit außereuropäischer Philosophie an deutschsprachigen Universitäten, Gesellschaften, Zeitschriften. Diskussion und Ausblick
Leitung: Nadja Germann

Kontakt

Prof. Dr. Jens Schlieter (Bern, CH)
jens.schlieter@relwi.unibe.ch

Weiterführende Informationen

Website der Forschungsarbeitsgemeinschaft bei der DGPhil

IAPh Internationale Assoziation von Philosophinnen e.V.

Die IAPh Internationale Assoziation von Philosophinnen wurde 1976 in Deutschland gegründet und war eine der ersten Fachorganisationen, die auf der Grundlage ihres feministisch-egalitären Anliegens ein Forum für Diskussion, Austausch und Zusammenarbeit für Philosophinnen in allen Bereichen der Philosophie bietet. Gegenwärtig zählt die IAPh mehr als 500 Mitglieder aus mehr als 35 Ländern.

Im Board der IAPh sind vertreten:

  • Cristina Sánchez, Madrid (ES)
  • Mary-Ellen Waithe, Cleveland/Washington (USA)
  • Xiao Wei, Beijing (CN)
  • Karen Green, Melbourne (AU)
  • Heisook Kim, Seoul (KR)
  • Christina Schües, Lübeck (D)
  • Cintia Martínez Velasco, Mexiko-Stadt (MX)
  • Martina Reuter, Jyväskylä (FI)
  • Ruth Hagengruber, Paderborn (D)

Nach vielen Jahren (2016 Monash University, Melbourne, Australien; 2018 Tsinghua-Universität, Peking, China) findet 2020 die IAPh wieder in Deutschland statt.

Weitere Informationen zu Mitgliedschaft, Aktivitäten und News unter folgendem Link:
www.women-philosophy.org/de

Die IAPh bietet im Rahmen des DGPhil-Kongresses 2020 zwei Veranstaltungen an:

Dienstag, 08.09.2020  |  09:00 – 11:00  |  Gebäude, Raum

Netzwerktreffen IAPh
Das Netzwerktreffen stellen wir unter das Thema »Ökonomie, Technik, Umwelt – neue Themen einer neuen Zeit. Workshop der Internationalen Assoziation von Philosophinnen (IAPh)«. Hierzu laden wir ein, sich mit circa 10-minütigen Statements bei Ruth Hagengruber zu melden. Ziel ist der Austausch von Themen und Kooperationsmöglichkeiten. Aber auch alle anderen Themen sind gerne gesehen. Ziel ist die fachliche Vernetzung zu aktuellen und historischen philosophischen Fragen.

Mittwoch, 09.09.2020  |  12:00 – 13:00  |  Gebäude, Raum

Vernetzungstreffen mit SWIP
SWIP und IAPh laden alle Interessierten zu einem Empfang ein, auf dem diese und andere Themen diskutiert werden können.

Hierfür melden Sie sich entweder bei Lisa Herzog (SWIP) oder bei Ruth Hagengruber (IAPh) an.

Kontakt

Ana Rodrigues (Paderborn)
ana.rodrigues@upb.de

Ruth Hagengruber (Paderborn)
ruth.hagengruber@upb.de

Weiterführende Informationen

Website der IAPh

SWIP Germany e.V.

Der Verein zur Förderung von Frauen* in der Philosophie (SWIP Germany e.V.) wurde 2012 gegründet, um Diskriminierung aufgrund des Geschlechts in der Philosophie zu bekämpfen. Unsere Ziele sind unter anderem:

  • Ermöglichung und Förderung von Kooperationen von Frauen in der Philosophie
  • Förderung jüngerer und älterer philosophischer Arbeiten von Frauen
  • Bereitstellung wichtiger Informationen für Frauen in der Philosophie
  • Sensibilisierung für gegenwärtige wie zurückliegende Diskriminierung von Frauen in der Philosophie

Diesen Zielen gehen wir nach, insbesondere durch Networking und Mentoring, Tagungsorganisation, Lobbying und die Zusammenarbeit mit anderen gemeinnützigen Organisationen. Weitere Informationen zum Verein: www.swip-philosophinnen.org

Frauen in der akademischen Philosophie in Deutschland – Daten, Hypothesen und Maßnahmen

Mittwoch, 09.09.2020  |  09:00 – 12:00  |  Gebäude, Raum

Dass Frauen in der akademischen Philosophie unterrepräsentiert sind, wird mittlerweile auch in der deutschsprachigen Philosophie problematisiert und diskutiert. Während jedoch für die angelsächsischen Länder beispielsweise gut belegt ist, dass der Frauenanteil in der akademischen Philosophie mit jährlich etwa 33 Prozent weiblichen Promovierten sowie 20 bis 25 Prozent Professorinnen eher dem der MINT-Fächer als dem anderer geisteswissenschaftlicher Fächer entspricht, ermangelt es der deutschen Debatte bislang an einer vergleichbaren systematischen Fundierung in empirischen Daten.

Um diese Lücke zu schließen, stellt Andrea Klonschinski (Kiel) Daten vom Statistischen Bundesamt zum Frauenanteil auf den unterschiedlichen Stufen der philosophischen akademischen Laufbahn vor: von der Einschreibung in das Philosophiestudium bis hin zur Professur für die Jahre 2003 bis 2019. Die Betrachtung erstens der Entwicklung des Frauenanteils auf den verschiedenen Karrierestufen über den betrachteten Zeitraum hinweg, zweitens der Entwicklung des Frauenanteils von der Einschreibung bis zur Professur sowie schließlich drittens des Vergleichs dieser Zahlen mit dem durchschnittlichen Frauenanteil der Fächergruppe Geisteswissenschaften sowie Mathematik und Naturwissenschaften insgesamt zeichnet ein spezifisches Bild des Gender-Gaps in der akademischen Philosophie in Deutschland. Sie ermöglicht so eine empirisch informierte Debatte über mögliche Ursachen der Unterrepräsentation von Frauen sowie über Maßnahmen, diese zu beheben.

An den Vortrag schließt eine von Kristina Lepold (Frankfurt am Main) moderierte Podiumsdiskussion mit Frank Dietrich (Düsseldorf), Anna Welpinghus (Berlin) und Andrea Klonschinski (Kiel) an, in der die Aussagekraft der präsentierten Zahlen, Erklärungshypothesen sowie Maßnahmen der Frauenförderung erörtert werden. Nach dem Austausch auf dem Podium wird die Diskussion für das Plenum geöffnet.

Vernetzungsmittagessen

Mittwoch, 09.09.2020  |  12:00 – 13:00  |  Gebäude, Raum

SWIP und IAPh laden alle Interessierten zu einem Empfang ein, auf dem diese und andere Themen diskutiert werden können.

Forum Fachpolitik

Dienstag, 08.09.2020  |  17:00 – 18:30  |  Gebäude, Raum

4.4  Die Besten setzen sich durch. Wahn und Wirklichkeit deutscher Karrierewege

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Society for Women in Philosophy (SWIP) Germany e.V. statt.

Kontakt

Verein
swipgermany@gmail.com

Vorsitzende des Vorstands
Prof. Dr. Lisa Herzog (Groningen)
l.m.herzog@rug.nl

Weiterführende Informationen

SWIP-Website

MAP – Minderheiten und Philosophie

Das Ziel von MAP ist es, die spezifischen Probleme zu adressieren, denen Minderheiten in der akademischen Philosophie begegnen. Dies betrifft Studierende der Philosophie und Philosoph*innen, welche aufgrund von Geschlecht (insbesondere Trans- und Intersex-Personen), Herkunft/ Migrationshintergrund oder Hautfarbe, Klasse, Sexualität, Religion, Behinderung und/oder chronischer Erkrankung benachteiligt sind. Wie alle der mittlerweile über 100 MAP-Gruppen weltweit wollen die MAP-Gruppen in Berlin, Bochum und München nicht nur die Möglichkeiten der diskriminierungsfreien Teilhabe verbessern, sondern auch einen substanziellen Beitrag dazu leisten, Philosophie zu Minderheitenthemen und Philosophie aus Minderheitenperspektive zu fördern.

Dienstag, 08.09.2020  |  10:30 – 12:00  |  Gebäude, Raum

Workshop: Minderheiten und Inklusion in der philosophischen Lehre
Während die spezifischen Probleme, mit denen Philosophiestudierende aus Minderheiten in Bezug auf Geschlecht, Herkunft/ Migrationshintergrund oder Hautfarbe, Klasse, Sexualität, Religion, Behinderung und/oder chronischer Erkrankung konfrontiert sind, im englischsprachigen Raum bereits Gegenstand einer lebhaften Diskussion sind, hat selbige Diskussion im deutschsprachigen Raum noch kaum Fuß gefasst. Im Gegenzug sind auch die spezifischen Herausforderungen, die sich im deutschsprachigen Kontext für die Inklusion von Philosophiestudierenden aus Minderheiten in der Lehre ergeben, noch Gegenstand einer breiteren Diskussion innerhalb der Disziplin. Ziel dieses Workshops ist es, zur Behebung dieses Missstandes beizutragen: Ausgehend von der englischsprachigen Diskussion über Inklusion in der Lehre sollen – in Form einer offenen Diskussion auf Grundlage von Kurzvorträgen – erste Schritte in Richtung einer angemessenen Problembeschreibung gemacht sowie erste Lösungsansätze formuliert werden. Die Ergebnisse der Diskussion sollen in Form von Empfehlungen für inklusive Lehre festgehalten werden, die auf den MAP-Webseiten zugänglich gemacht werden sollen.

Kontakt

mapgroupberlin@gmail.com

Weiterführende Informationen

http://map-berlin.org/
https://www.facebook.com/mapbochum/

x_SWIP Germany e.V. ((ALT))

Der Verein zur Förderung von Frauen* in der Philosophie (SWIP Germany e.V.) wurde 2012 gegründet, um Diskriminierung aufgrund des Geschlechts in der Philosophie zu bekämpfen. Unsere Ziele sind unter anderem:

  • Ermöglichung und Förderung von Kooperationen von Frauen in der Philosophie
  • Förderung jüngerer und älterer philosophischer Arbeiten von Frauen
  • Bereitstellung wichtiger Informationen für Frauen in der Philosophie
  • Sensibilisierung für gegenwärtige wie zurückliegende Diskriminierung von Frauen in der Philosophie

Diesen Zielen gehen wir nach, insbesondere durch Networking und Mentoring, Tagungsorganisation, Lobbying und die Zusammenarbeit mit anderen gemeinnützigen Organisationen. Weitere Informationen zum Verein: www.swip-philosophinnen.org

Mittwoch, 09.09.2020  |  09:00 – 12:00  |  Gebäude, Raum

Frauen in der akademischen Philosophie in Deutschland – Daten, Hypothesen und Maßnahmen

Dass Frauen in der akademischen Philosophie unterrepräsentiert sind, wird mittlerweile auch in der deutschsprachigen Philosophie problematisiert und diskutiert. Während jedoch für die angelsächsischen Länder beispielsweise gut belegt ist, dass der Frauenanteil in der akademischen Philosophie mit jährlich etwa 33 Prozent weiblichen Promovierten sowie 20 bis 25 Prozent Professorinnen eher dem der MINT-Fächer als dem anderer geisteswissenschaftlicher Fächer entspricht, ermangelt es der deutschen Debatte bislang an einer vergleichbaren systematischen Fundierung in empirischen Daten.

Um diese Lücke zu schließen, stellt Andrea Klonschinski (Kiel) Daten vom Statistischen Bundesamt zum Frauenanteil auf den unterschiedlichen Stufen der philosophischen akademischen Laufbahn vor: von der Einschreibung in das Philosophiestudium bis hin zur Professur für die Jahre 2003 bis 2019. Die Betrachtung erstens der Entwicklung des Frauenanteils auf den verschiedenen Karrierestufen über den betrachteten Zeitraum hinweg, zweitens der Entwicklung des Frauenanteils von der Einschreibung bis zur Professur sowie schließlich drittens des Vergleichs dieser Zahlen mit dem durchschnittlichen Frauenanteil der Fächergruppe Geisteswissenschaften sowie Mathematik und Naturwissenschaften insgesamt zeichnet ein spezifisches Bild des Gender-Gaps in der akademischen Philosophie in Deutschland. Sie ermöglicht so eine empirisch informierte Debatte über mögliche Ursachen der Unterrepräsentation von Frauen sowie über Maßnahmen, diese zu beheben.

An den Vortrag schließt eine von Kristina Lepold (Frankfurt am Main) moderierte Podiumsdiskussion mit Frank Dietrich (Düsseldorf), Anna Welpinghus (Berlin) und Andrea Klonschinski (Kiel) an, in der die Aussagekraft der präsentierten Zahlen, Erklärungshypothesen sowie Maßnahmen der Frauenförderung erörtert werden. Nach dem Austausch auf dem Podium wird die Diskussion für das Plenum geöffnet.

Mittwoch, 09.09.2020  |  12:00 – 13:00  |  Gebäude, Raum

Vernetzungsmittagessen

SWIP und IAPh laden alle Interessierten zu einem Empfang ein, auf dem diese und andere Themen diskutiert werden können.

Forum Fachpolitik

4.4  Die Besten setzen sich durch. Wahn und Wirklichkeit deutscher Karrierewege

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Society for Women in Philosophy (SWIP) Germany e.V. statt.

Kontakt

Verein
swipgermany@gmail.com

Vorsitzende des Vorstands
Prof. Dr. Lisa Herzog (Groningen)
l.m.herzog@rug.nl

Weiterführende Informationen
SWIP-Website

x_AG Asiatische Philosophie

Tag, TT.MM.2020 | HH:MM – HH:MM | Gebäude, Raum

Die Arbeitsgemeinschaft Asiatische Philosophie wurde 2005 beim XX. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Philosophie zu dem Zweck begründet, philosophische Ansätze asiatischer Traditionen in gemeinschaftlicher Diskussion zu erarbeiten. Methodisch bildet eine philosophisch orientierte und philologisch abgesicherte Interpretation von Texten den Ausgangspunkt. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft verbinden dazu ihre philosophischen Interessen mit entsprechenden asienkundlichen Philologien (Indologie, Japanologie, Sinologie, Tibetologie). Thematische Schwerpunkte der Arbeitstreffen und Konferenzen waren unter anderem die Zusammenhänge zwischen asiatischen Sprachen und philosophischer Artikulation, Praktiken der Selbstkultivierung, religiöse Traditionen und philosophische Reflexion oder die global verflochtene
Philosophiegeschichtsschreibung.

Projekte, die für die kommende Zeit geplant sind, umfassen zwei Themenschwerpunkte. Unter der Perspektive einer Ethik als Übungsweg und der Praxis der Selbstkultivierung sollen griechische, indische und ostasiatische Ansätze miteinander ins Gespräch gebracht werden. Ein Merkmal ethischer Übungspraxis kann darin gesehen werden, über Handlungen nicht abstrakt und zeitlos, sondern vor der Handlung, während ihrer Ausführung sowie nach der Handlung zu reflektieren.

Zum Zweiten sollen, Hans Blumenbergs begriffsgeschichtliche Metaphernanalysen aufgreifend, kognitive Metaphoriken asiatisch-philosophischer Traditionen diskutiert werden, um zu eruieren, welche Leitmetaphoriken in diesen Traditionen im Hintergrund der philosophischen Theoriebildung wirken (zum Beispiel Licht als Metaphorik von Wahrheit, Metaphern von Werkzeugen und Artefakten in der Epistemologie oder Metaphoriken der jeweiligen natürlichen Mitwelt in der Anthropologie usw.).

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft werden in zwei Sektionen vertreten sein – der Sektion »Interkulturelle Philosophie« sowie der Sektion »Nicht-westliche Philosophie«. Interessierte können sich im Anschluss an die Sektion bei den Panelleitern, Rolf Elberfeld und Jens Schlieter, melden, oder per E-Mail Kontakt aufnehmen.

Kontakt

Rolf Elberfeld (Hildesheim)
elberfeld@uni-hildesheim.de

Jens Schlieter (Bern, CH)
jens.schlieter@relwi.unibe.ch

Weiterführende Informationen
Website der Arbeitsgemeinschaft bei der DGPhil
Achtung, dieser Link aus 2017 funktioniert nicht mehr!

x_AG Didaktik der Philosophie und Ethik

Tag, TT.MM.2020 | HH:MM – HH:MM | Gebäude, Raum

Die Arbeitsgemeinschaft Didaktik der Philosophie und Ethik wurde am 23. und 24. April 1999 an der Technischen Universität Dresden gegründet.

Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sind Lehrende, die Fachdidaktik in diesen Fächern professionell betreiben, das heißt an den Hochschulen, Universitäten und Lehrerbildungsstätten Didaktik lehren und entsprechende Bücher, Zeitschriftenartikel oder Unterrichtswerke veröffentlichen. Der derzeitige Vorstand besteht aus Markus Tiedemann (Technische Universität Dresden), Bettina Bussmann (Universität Salzburg) und Volker Steenblock (Ruhr-Universität Bochum).

Die Arbeitsgemeinschaft führt unterschiedliche Forschungsansätze der Fachdidaktik zusammen, zu denen theoretisch-konzeptionelle Diskurse ebenso gehören wie methodisch-praktische Schulungen und empirische Evaluationsforschung. Forschungsgegenstände sind unter anderem die Identität, Legitimität, Kompatibilität und Effektivität philosophischer Bildung. Alle zwei Jahre findet die Tagung der Arbeitsgemeinschaft statt – 2013 zugleich als internationaler Kongress. Jedes Jahr erscheint das Jahrbuch für Didaktik der Philosophie und Ethik. In diesem werden die Tagungsbeiträge sowie weitere Forschungsaktivitäten veröffentlicht.

Eine weitere Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft besteht in der bildungspolitischen Vertretung der Fächer Philosophie und Ethik. Hierzu gehören die Kooperation mit den Fachverbänden Philosophie und Ethik und die Professionalisierung der Lehrerausbildung an den Universitäten. Unter Federführung des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Philosophie wurde hierzu 2014 die Münsteraner Erklärung verabschiedet. In dieser werden Standards formuliert, die an Ausbildungsinstitute und Inhaber von Professuren für Fachdidaktik angelegt werden sollten. 2016 folgte der Dresdner Konsens als gemeinsame Erklärung mit den Fachverbänden Philosophie und Ethik. In diesem wird eine Selbstverpflichtung zur Gestaltung des Ethik- und Philosophieunterrichts formuliert.

Die Arbeitsgemeinschaft informiert über Aktivitäten, Veröffentlichungen und Mitglieder auf ihrer Homepage:
www.didaktikphilosophie.sbg.ac.at
Achtung, dieser Link aus 2017 funktioniert nicht mehr!

Kontakt

Markus Tiedemann (TU Dresden)
markus.tiedemann@tu-dresden.de

Weiterführende Informationen

https://dgphil.de/verbaende-und-ags/arbeitsgemeinschaften/forum-fuer-didaktik-der-philosophie-und-ethik/

x_AG Politische Philosophie und Theorie

Tag, TT.MM.2020 | HH:MM – HH:MM | Gebäude, Raum

2014 schlug Julian Nida-Rümelin dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Philosophie die Einrichtung der Arbeitsgemeinschaft (AG) »Politische Philosophie und Theorie« vor. Dieser Vorschlag hatte zwei Motive: Zum einen wird die DGPhil damit dem Trend im philosophischen Fach gerecht, politischen Themen mehr Aufmerksamkeit zu widmen, zum anderen positioniert sie sich damit gegen das Ausdünnen der politischen Philosophie in den Nachbardisziplinen, speziell in den politikwissenschaftlichen Instituten in Deutschland. Denn die Politikwissenschaft in Deutschland ist auf dem Weg, zu einer Social Science zu werden, und entledigt sich gegenwärtig ihrer ideengeschichtlichen Aspekte und ihrer normativen Dimension. Umso mehr stellt sich die Frage, welche Rolle die Philosophie als Universitätsfach und als Forschungsgebiet hier übernehmen kann und soll. Dabei wurden in den vergangenen Jahren nicht nur die praktische Philosophie generell, sondern auch die politische Philosophie und die Sozialphilosophie aufgewertet. Wünschenswert bleibt, dass dieses philosophische Interesse interdisziplinär angebunden ist, das heißt, dass die Brücken zwischen den Sozialwissenschaften und speziell der Politikwissenschaft und auch der Jurisprudenz zur Philosophie eher verstärkt als vermindert werden.

An dieser Stelle setzt die Arbeitsgemeinschaft an: In ihrem Rahmen sollen Impulse für Forschung und Lehre gegeben werden, sie dient dem Gedankenaustausch zu Themen und Projekten der politischen Philosophie und Theorie, sie ist interdisziplinär offen. Als Mitglieder sind alle willkommen, die im Bereich der politischen Philosophie und Theorie forschen und lehren, unabhängig davon, welchem Fach oder welcher Fakultät sie zugeordnet sind. Da es sich um eine AG der Deutschen Gesellschaft für Philosophie handelt, ist allerdings die Mitgliedschaft in der DGPhil erwünscht.

Bisher fanden 2014 ein Auftakttreffen auf dem XXIII. Deutschen Kongress für Philosophie in Münster sowie 2015 eine Arbeitstagung in München und 2017 eine in Berlin statt. Seit Februar 2017 liegt die Leitung der AG bei Stefan Gosepath von der Freien Universität Berlin. Weitere Informationen zur AG »Politische Philosophie und Theorie« finden Sie demnächst auf den Seiten der DGPhil.

Kontakt

Julian Nida-Rümelin (LMU München)
Julian.Nida-Ruemelin@lrz.uni-muenchen.de

Stefan Gosepath (FU Berlin)
stefan.gosepath@fu-berlin.de

Weiterführende Informationen
Website der Arbeitsgemeinschaft bei der DGPhil

x_AG Rechtsphilosophie

Tag, TT.MM.2020 | HH:MM – HH:MM | Gebäude, Raum

Die Arbeitsgemeinschaft Rechtsphilosophie ist eine Untergliederung der Deutschen Gesellschaft für Philosophie. Sie wird von der DGPhil und der Deutschen Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie e. V. getragen. Organisatorisch ist sie mit dem Institut für Rechtsphilosophische Forschung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der »Enzyklopädie zur Rechtsphilosophie« (EzR, www.enzyklopaedie-rechtsphilosophie.net) verbunden.

Philosophie und Theorie des Rechts gehören seit dem 17. Jahrhundert zu den fruchtbarsten Traditionen der deutschen Geisteswissenschaften. Sie wurden seit jeher sowohl von philosophischer wie von rechtswissenschaftlicher Seite aus betrieben. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die disziplinären Zugriffe auf den gemeinsamen Gegenstand jedoch zunehmend voneinander entfernt. Zugleich sind in vielen Gegenstandsbereichen der angewandten Philosophie Verrechtlichungsprozesse zu beobachten, deren Analyse eine Kooperation mit einer anwendungsorientierten Rechtsphilosophie und -theorie verlangt.

Die Arbeitsgemeinschaft hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die rechtsphilosophische Forschung an den juristischen Fakultäten und die Philosophie des Rechts als Teil der philosophischen Forschung systematisch wieder zusammenzubringen. Sie dient damit zugleich der Institutionalisierung einer Kooperation von Rechtswissenschaftler/innen und Philosoph/innen im deutschsprachigen Raum und baut hierbei auf Erfahrungen auf, die in der interdisziplinären DFG-Kolleg-Forschergruppe »Theoretische Grundfragen der Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik« gesammelt wurden.

Kontakt

Thomas Gutmann (Münster)
t.gutmann@uni-muenster.de

Michael Quante (Münster)
michael.quante@uni-muenster.de

Weiterführende Informationen
Website der Arbeitsgemeinschaft bei der DGPhil

x_IAPh Workshop

Tag, TT.MM.2020 | HH:MM – HH:MM | Gebäude, Raum

Natur – Geschlecht – Kritik. Einsätze feministischer Philosophie
Ein interaktiver Workshop der Internationalen Assoziation von Philosophinnen (IAPh) mit Susanne Lettow (FU Berlin), Christina Schües (Lübeck) und Sigridur Thorgeirsdottir (Reykjavík, IS)

Begriffe von Natur und Natürlichkeit sowie der Gegensatz von Natur und Kultur sind in der feministischen Philosophie seit Langem Gegenstand kritischer Reflexion. Denn diese Begriffe und begrifflichen Unterscheidungen haben in der philosophischen Tradition und darüber hinaus vielfach dazu gedient, Herrschaftsverhältnisse zu legitimieren. Wir möchten verschiedene Varianten von Naturalisierung und Entnaturalisierung unterscheiden und nach jeweils impliziten Naturbegriffen fragen, die in aktuellen Debatten um Geschlecht und Geschlechterverhältnisse wirken. Motiviert ist die Begriffsarbeit und Diskussion von der Beobachtung, dass weder die Strategie der Naturalisierung noch diejenige der Entnaturalisierung ohne einen impliziten Naturbegriff, vielleicht sogar ohne einen Sexismus auskommt und jeweils auf ihre Art einen hegemonialen Geschlechterdiskurs befördert. Eine feministisch motivierte philosophische Herangehensweise fragt, wie »Natur«, »Naturalisierung« oder »Entnaturalisierung« in den jeweiligen Diskursen und ihren Kritiken verstanden und kritisch diskutiert werden können.

Frauen in der akademischen Philosophie in Deutschland – Daten, Hypothesen und Maßnahmen
Vernetzungsmittagessen
Forum Fachpolitik
Frauen in der akademischen Philosophie in Deutschland – Daten, Hypothesen und Maßnahmen

Mittwoch, 09.09.2020  |  09:00 – 12:00  |  Gebäude, Raum

Dass Frauen in der akademischen Philosophie unterrepräsentiert sind, wird mittlerweile auch in der deutschsprachigen Philosophie problematisiert und diskutiert. Während jedoch für die angelsächsischen Länder beispielsweise gut belegt ist, dass der Frauenanteil in der akademischen Philosophie mit jährlich etwa 33 Prozent weiblichen Promovierten sowie 20 bis 25 Prozent Professorinnen eher dem der MINT-Fächer als dem anderer geisteswissenschaftlicher Fächer entspricht, ermangelt es der deutschen Debatte bislang an einer vergleichbaren systematischen Fundierung in empirischen Daten.

Um diese Lücke zu schließen, stellt Andrea Klonschinski (Kiel) Daten vom Statistischen Bundesamt zum Frauenanteil auf den unterschiedlichen Stufen der philosophischen akademischen Laufbahn vor: von der Einschreibung in das Philosophiestudium bis hin zur Professur für die Jahre 2003 bis 2019. Die Betrachtung erstens der Entwicklung des Frauenanteils auf den verschiedenen Karrierestufen über den betrachteten Zeitraum hinweg, zweitens der Entwicklung des Frauenanteils von der Einschreibung bis zur Professur sowie schließlich drittens des Vergleichs dieser Zahlen mit dem durchschnittlichen Frauenanteil der Fächergruppe Geisteswissenschaften sowie Mathematik und Naturwissenschaften insgesamt zeichnet ein spezifisches Bild des Gender-Gaps in der akademischen Philosophie in Deutschland. Sie ermöglicht so eine empirisch informierte Debatte über mögliche Ursachen der Unterrepräsentation von Frauen sowie über Maßnahmen, diese zu beheben.

An den Vortrag schließt eine von Kristina Lepold (Frankfurt am Main) moderierte Podiumsdiskussion mit Frank Dietrich (Düsseldorf), Anna Welpinghus (Berlin) und Andrea Klonschinski (Kiel) an, in der die Aussagekraft der präsentierten Zahlen, Erklärungshypothesen sowie Maßnahmen der Frauenförderung erörtert werden. Nach dem Austausch auf dem Podium wird die Diskussion für das Plenum geöffnet.

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Mittwoch, 09.09.2020  |  12:00 – 13:00  |  Gebäude, Raum

SWIP und IAPh laden alle Interessierten zu einem Empfang ein, auf dem diese und andere Themen diskutiert werden können.

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4.4  Die Besten setzen sich durch. Wahn und Wirklichkeit deutscher Karrierewege

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Society for Women in Philosophy (SWIP) Germany e.V. statt.

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