Grußwort des Präsidenten der FAU

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kongressteilnehmer und -teilnehmerinnen,

es ist mir eine große Freude, dass die Deutsche Gesellschaft für Philosophie ihren 25. Kongress an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, unserer FAU, abhält. Die wissenschaftliche Tagung der größten philosophischen Fachgesellschaft im deutschsprachigen Raum findet – nach pandemiebedingten Verzögerungen – nun im Herbst 2021 online an unserem traditionsreichen Institut für Philosophie statt. Ich danke Professor Dr. Gerhard Ernst und dem ganzen Institut für Philosophie, dass sie mit viel Engagement die Veranstaltung möglich machen.

Seit Markgraf Alexander 1769 die (theoretische) Philosophie als eigenständige Disziplin in Erlangen etablierte, strahlen das Fach und ihre Vertreter und Vertreterinnen immer wieder weit über die Grenzen der FAU hinaus. Unsere Philosophen – von Johann Gottlieb Fichte bis Wilhelm Kamlah und Paul Lorenzen – haben sich früh auch der praktischen Philosophie zugewandt und sich mutig und weltoffen den Anfragen und Anforderungen nicht nur der Wissenschaft, sondern auch der Gesellschaft gestellt.

Die Fragen der praktischen und theoretischen Philosophie rückt die Deutsche Gesellschaft für Philosophie mit ihrem XXV. Kongress zum »Wahre[n], Gute[n] und Schöne[n]« zu Recht bei uns in Erlangen in den Mittelpunkt. Denn sie stehen nicht nur im Zentrum der Philosophie, sondern auch im Mittelpunkt unserer Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, einer Volluniversität mit fünf Fakultäten. Die Vertreter und Vertreterinnen unserer Medizinischen wie der Technischen Fakultät, unserer Naturwissenschaftlichen wie der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät suchen den Austausch mit der Philosophie. Fachvertreter und Fachvertreterinnen finden sich zum Teil auch in diesen Fakultäten. Darüber hinaus haben wir diesen fächerübergreifenden Austausch in einem eigenen Zentralinstitut für Wissenschaftsreflexion und Schlüsselqualifikationen (ZiWiS) institutionalisiert.

Bewusst pflegen wir an der FAU unsere Vielfalt und eine Kultur der Zusammenarbeit. Konsequent stellen wir uns den Fragen der Zeit, denken gemeinsam Themen zu Ende und suchen den internen und externen Austausch. In diesem Prozess spielt die Philosophie als Grundlagendisziplin eine zentrale Rolle, um mit Leidenschaft Fragen zu stellen und Antworten zu geben, kurz Wissen zu bewegen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen einen bewegenden Kongress, mit inspirierenden Vorträgen und aufschlussreichen Gesprächen. Bleiben Sie gesund und der FAU gewogen.

Prof. Dr.-Ing. Joachim Hornegger
Präsident der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)

Grußwort des Präsidenten der DGPhil

Liebe Kongressteilnehmer:innen,

ich darf Sie ganz herzlich beim 25. großen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Philosophie (DGPhil), der in diesem Jahr unter dem Titel »Das Wahre, Gute und Schöne« online an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt wird, willkommen heißen.

Es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass dieser Kongress etwas ganz Besonderes ist. Das liegt zunächst einmal, wie alle wissen, daran, dass seit mehr als eineinhalb Jahren unser aller Alltag stark durch die Corona-Pandemie bestimmt wird und daher auch in Bezug auf den Kongress Umstellungen notwendig waren. Zunächst hatten wir gehofft, durch Verschiebung des Kongresses um ein Jahr doch noch einen »Offline«-Präsenzkongress realisieren zu können. Aber als im Frühjahr dieses Jahres die Entscheidung über das Kongressformat fallen musste, war nur eines klar: dass im Herbst noch nichts wirklich klar sein würde. Die Umstellung auf online war da die beste Option. Ich bitte um Verständnis für diese Entscheidung, die uns im erweiterten Vorstand der DGPhil alles andere als leichtgefallen ist.

Die Umstellung auf dieses Format hat verschiedene Konsequenzen; manche davon sind bedauerlich, andere stellen eine Chance dar. Bedauerlich ist natürlich vor allem, dass die persönliche Begegnung, die bei den großen Fachkongressen immer eine besonders große Rolle spielt, im Online-Format umständlicher und gehemmter ist als in Präsenz. Ich freue mich sehr darauf, viele Philosoph:innen wiederzusehen und neu kennenzulernen. Aber ich hätte das sehr viel lieber hier vor Ort in Erlangen getan als über Zoom und Wonder. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass auch bei diesem Kongress intensiver und anregender Austausch, auch jenseits der Fachvorträge, stattfinden wird. Das Programm bietet dazu vielfältig Gelegenheit.

Das Online-Format bietet aber auch eine große Chance: Nie waren die Vorträge des DGPhil-Kongresses von überall aus der Welt praktisch ohne Hürden, insbesondere ohne Teilnahmegebühren und ohne Reisekosten, direkt zugänglich. Diesmal sind sie es, sodass tatsächlich nahezu alle, die an einem Thema Interesse haben, in die wissenschaftliche Diskussion eintreten können. Ich rechne damit, dass bei diesem Kongress nicht nur insgesamt deutlich mehr Philosoph:innen als sonst teilnehmen werden, sondern dass das Publikum auch sehr viel internationaler sein wird – und die Anmeldungen im Vorfeld des Kongresses stützen diese Vermutung. (Um die Teilnahme aus Nord- und Südamerika zu erleichtern, haben wir diesmal sowohl die Kolloquien als auch die Sektionen auf den Nachmittag gelegt.) Vor diesem Hintergrund hoffe ich, dass insbesondere in den Kolloquien und Sektionen ein besonders intensiver und fruchtbarer fachlicher Austausch auf internationalem Niveau stattfinden wird. Aber auch für die Vernetzung innerhalb der deutschen Philosophie ist die einfache Zugänglichkeit günstig. So hoffe ich auch auf rege Teilnahme bei den fachpolitischen Foren sowie bei den Treffen der Verbände und Arbeitsgemeinschaften an den Vormittagen.

Die Grundstruktur unseres Kongresses ähnelt der vorheriger DGPhil-Kongresse: Das Kongressthema »Das Wahre, Gute und Schöne« wird vor allem in den Kolloquien entfaltet, die diesmal sämtlich von Kolleg:innen in einem früheren Karrierestadium organisiert wurden und geleitet werden; die Sektionen decken die systematischen und historischen Bereiche der Philosophie ab; die Foren behandeln zentrale fachpolitische Themen; ein Rahmenprogramm, Treffen von Arbeitsgruppen und Verbänden, eine philosophische Fotoausstellung und ein Studierendenkongress ergänzen das Angebot. Diese bewährte Struktur gibt Gelegenheit, eigene Arbeiten zur Diskussion zu stellen, Neues zu entdecken, Lösungen für fachpolitische Probleme zu finden sowie Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.

Die Organisation eines großen Kongresses ist sehr aufwendig und nur durch den Einsatz vieler möglich. Ich möchte mich an dieser Stelle darum ganz herzlich bedanken: bei der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, bei der Manfred-Roth-Stiftung und beim Universitätsbund der Friedrich-Alexander-Universität für die großzügige finanzielle Unterstützung dieser Tagung. Ich bedanke mich auch bei der DFG, die Reisekosten für ausländische Referent:innen übernommen hätte – wenn diese angefallen wären. Mein Dank gilt weiterhin der Friedrich-Alexander-Universität, insbesondere unserem Präsidenten, Prof. Dr. Joachim Hornegger, für großen Rückhalt und vielfältige Unterstützung, ebenso dem gesamten erweiterten Vorstand der DGPhil sowie der DGPhil-Geschäftsstelle, vor allem Nadja Germann, Michael Kienecker und Matthias Warkus, für die gute Zusammenarbeit. Der Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP), insbesondere ihrem Präsidenten Geert Keil, danke ich für die gute Abstimmung bei der Kongressverschiebung. Ich danke ganz herzlich allen Kolloquiums-, Sektions- und Forenleiter:innen sowie allen, die durch ihre Gutachten zur inhaltlichen Gestaltung dieses Kongresses beigetragen haben – und natürlich danke ich all denen, die mit ihren Beiträgen diesen Kongress bestreiten! Unseren Sekretärinnen am Institut für Philosophie, besonders Ulrike Kaps, und dem Team von studentischen Hilfskräften, besonders Alma Thoma und Michael Ruppert, bin ich sehr dankbar, ebenso den Studierenden, die den Studierendenkongress organisiert haben: Alexander Belak, Dorothee Bleisch, Sebastian Schmidt und Konstantin Weber. Schließlich danke ich ganz besonders herzlich allen Mitgliedern des Organisationsteams für die eingebrachte Kreativität, für den unermüdlichen Einsatz und die unerschöpfliche Geduld und vor allem für den Spaß, den es, trotz aller Mühen, gemacht hat, dieses besondere Projekt auf die Beine zu stellen: beim Team »Organisationsleitung« – Sanja Dembić, Nora Heinzelmann und Hannes Worthmann, beim Team »Kolloquien« – Stefan Brandt und Erasmus Mayr, beim Team »Sektionen« – Alexander Dinges, Antonio Ferro und Béatrice Lienemann, sowie bei Lutz Cramer (Website), Michael Jungert (Finanzen), Christian Kietzmann (Verlage) und Sabine Klopfleisch (Mediengestaltung). Vielen, vielen Dank!
Ich wünsche allen einen spannenden Kongress!

Prof. Dr. Gerhard Ernst
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie
Professor am Institut für Philosophie der FAU Erlangen-Nürnberg

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